Freitag, 16. Juni 2006

Das Postwikipediale Zeitalter

Jaron Lanier lieferte gerade eine höchst interessante Argumentation in Edge, in der er kollaborative Intelligenz als digitalen Maoismus verdammt (deutsche Übersetzung). Wikipedia ist ihm das beste Beispiel, wo ein Grüppchen zäher Gnome damit beschäftigt ist, Laniers Versuche, Fehler aus seiner Biographie zu bekommen, zu reverten. Wikipedia organisiert intellektuelle Mediokritizität auf höherem Niveau, und gleichzeitig entkleidet der allgemeine Run ins Meta das kulturelle Schaffen der Originalität: die kollaborativen Internetbeschauer Reddit, Digg etc. sind bloße Aggregatoren, denen die Trennung der Spreu vom Weizen nicht gelingen mag; ein Durchbruch in der Behandlung von Diabetes entgeht der Aufmerksamkeit der Hive Minds zugunsten eines Eiskremverzehrrekords. Kann das Prinzip von "Deutschland sucht den Superstar", die Durchschnittsbildung über die Meinung einer Zielgruppe, tatsächlich individuelle Kreativität ersetzen? Daß John Lennon, Elvis oder Bob Dylan es zum "American Idol" (der amerikanischen Version von DSDS) gebracht hätten, darf Lanier mit Recht bezweifeln. Steht uns mit der Machtübernahme der Hiveminds eine Borg-Revolution ins Haus, die Individualität, Qualität und kulturellen Avantgardismus unter ihrem eisernen Stiefel zertritt?

Offenbar liegt Lanier falsch, wenn er Wikipedia und Digg in denselben Topf wirft: Wikipedia produziert Inhalte, Digg bewertet sie. Es gibt Anzeichen dafür, daß die Zukunft kollaborativer Intelligenz davon abhängt, wie es gelingt, beides in einer Plattform zu verbinden. Und daß die ungewichtete und undifferenzierte Durchschnittsbildung über das Publikumsinteresse nicht den letzten Schluß in der Entwicklung kollaborativer Evaluation darstellt, ist naheliegend. Die Wikis, Foren und Aggregatoren sind lediglich die ersten, unvollkommenen Bausteine auf dem Weg zum kollaborativen Meta-Cortex.

...there are things wrong with RSS aggregators, ranking algorithms, group editing tools, and voting, things we should identify and try to fix. But the things wrong with voting aren't wrong with editing tools, and the things wrong with ranking algorithms aren't wrong with aggregators. (Clay Shirky)
...while the 2006 Wikipedia process may not be the best way to make a textbook, or create the encyclopedia of all species, or dispense the news, the 2056 Wikipedia process, with far more design in it, may be. (Kevin Kelly)

Digitaler Antikommunismus

Trotzdem trat Laniers Beitrag eine mittlere Lawine los; Edge hat die Argumentationen von einigen der Größen des vernetzten Zeitalters dokumentiert. Die Antworten auf Lanier sind brillant, nebenbei bemerkt aber fast durchweg von einer Aufregung getragen, in der ein unreflektierter antikommunistischer Grundkonsens durchschimmert, und der ein sofortiges Bekenntnis vor dem Komittee für Anti-Web-2.0-Aktivitäten zu erfordern scheint: Ja, wir fokussieren auf das Individuum, ja, wir befördern keine anonyme Masse, sondern die Bildung von Kontakten zwischen Einzelnen, wir wollen keine Regierung durch irgendeinen Hive-Mind. Wo wir unsere Hoffnung in die Fähigkeiten kollaborativer emergenter Aktivität setzen, handelt es sich nicht um Kollektivismus, sondern entweder um erweiterte Befähigung des Individuums, oder etwas völlig Neues. Einig sind sie sich in der Ablehnung des Kollektivismus, nicht jedoch in seiner Definition: für die einen droht Kollektivismus mit der Verschüttung der Fähigkeit Einzelnen unter der Mediokrizität von Kommissionsentscheidungen, für den anderen die Herrschaft von der Mehrheit der Dummen über die wenigen Klugen, und für den dritten die Ausübung von zentraler Kontrolle und gewaltsamer Unterdrückung.

Take Google's algorithm. ... Anyone who claims that they have found transcendent wisdom in the pattern emerging from how people spend their scarce resources is a follower of Milton Friedman, not of Chairman Mao. (Yochai Benkler)

Die Frage, was die Relation zwischen Hive-Mind, Kollektiv und Individuum tatsächlich ausmacht, wird in der Edge-Diskussion aber nur von Larry Sanger direkt berührt: bedeutet die Implementation eines kollaborativen Entscheidungsprozesses, daß eine Mehrheit den Experten überstimmt, und wenn ja, liegt die Mehrheit dann richtig? Für Sanger ist die Antwort klar. Fähigkeit ist das Kennzeichen einer (in Fluktuation befindlichen), aus distinkten Individuen bestehenden Elite, deren Herausbildung und Durchsetzung durch Voting- und Aggregationsmechanismen nicht behindert werden darf.

It's not _quite_ right to say the "collectivists" believe that the collective is all-wise. Rather, they don't really care about getting it right as much as they care about equality. (Larry Sanger)

Die Sensibilität der Massen

Sanger hat gewichtige Argumente auf seiner Seite: autoritative Individuen rechtfertigen ihre Aussagen in der Auseinandersetzung notwendigerweise mit epistemologischen Positiva, wie Wahrheit, Wissen, Rechtfertigung, Evidenz. Epistemischer Kollektivismus bedarf dessen nicht - es genügt, auf das Vorliegen einer Mehrheitsannahme zu verweisen, und natürlich können Mehrheiten leicht irren (eben weil sie im Zweifelsfalle auch ohne argumentative Rechtfertigung auskommen).

What's great about it [Wikipedia] is not that it produces an averaged view ... that is somehow better than an authoritative statement by people who actually know the subject. ... What's great about Wikipedia is the fact that it is a way to organize enormous amounts of labor for a single intellectual purpose. The virtue of strong collaboration, as demonstrated by projects like Wikipedia, is that it represents a new kind of "industrial revolution," where what is reorganized is not techne but instead mental effort. It's the sheer efficiency of strongly collaborative systems that is so great, not their ability to produce The Truth. Just how to eke The Truth out of such a strongly collaborative system is an unsolved, and largely unaddressed, problem. (Larry Sanger)

Andererseits ermöglicht starke Kollaboration (Sanger) eine neue Ebene der intellektuellen Produktivität - interaktive, fluktuierende Gruppen können in Jahren Werke vollbringen, zu deren Vollendung kommunizierende Autoritäten einst Jahrhunderte benötigten. Um die Resultate dieser Gruppen jedoch besser zu machen als die der Autoritäten, muß die Verpflichtung auf epistemische Positiva in der Gruppenaktivität verankert werden - die Interaktion benötigt Strukturen und Filter, über denen dann etwas emergiert, das sowohl über die Kapazität aller einzelnen Autoritäten und das Geschnatter der Massen hinausgeht. Und warum sollte das nicht funktionieren? Was wir suchen, sind Mechanismen und Strukturen, die das Resultat weder auf gleichgewichtete Mehrheitsmeinungen noch die lokalen und Einzelprobleme reduzierten Fähigkeiten der Experten festlegt, sondern etwas, das die intellektuellen und ästhetischen Fähigkeiten der beteiligten Individuen zu etwas Neuem, über alle Einzelnen hinausgehenden zusammenfügt.

Die Erlösung von der Kretinisierung durch den Einzelgeist

Sowohl Lanier wie seinen Widerparts scheint der Gedanke, daß die Massen prinzipiell dumm, der Einzelne gelegentlich klug ist, so selbstverständlich, daß er keiner weiteren Erläuterung bedarf. Lanier und Rushkoff vermuten, daß nur Individuen die richtigen Fragen stellen, Benkler ist sich sicher, daß Moralität und Innovation, Erkenntnis und Kreativität die unverbrüchliche Domäne des Einzelnen bleiben. Wenn jedoch Massen aus Einzelnen bestehen, so sind alle kreativen, intellektuellen, ästhetischen und moralischen Fähigkeiten dieser Einzelnen Teil des Potentials dieser Masse. Wenn es der Masse nicht gelingt, ihr Potential zu nutzen, dann liegt das daran, daß sie falsch organisiert ist - Rauschen, Reibung, soziale Synchronisation und viele andere Phänomene können die Geburt von Wahrheit und Schönheit nicht nur behindern, sondern einen ansonsten dahinschießenden klaren Strom von Ideen in einen stinkenden, seichten Sumpf verwandeln. - Dieselben Elemente, die eine übermenschliche Intelligenz und Kulturkraft, ein kulturelles und intellektuelles Solaris ausmachen könnten, sind in unorganisierten (d.h. bloß zusammengeworfenen und nach sozialem Zusammenhalt oder ökonomischen Kriterien aggregierten) Massen zu einem nekrotischen Wolpertinger verklebt, der zwar mit Macht, aber ohne besondere Gerichtetheit seines Weges oder gar auf der Stelle torkelt. Aber laßt uns nicht vergessen, was perfekt funktionierende Gruppen vermögen! Aus Geistesblitzen können stetige Ströme, aus individuell nicht lebensfähigen Fragmenten komplexe Konstruktionen entstehen, die weit über das Vermögen eines Einzelnen hinausgehen.
Wir haben uns daran gewöhnt, daß Technologieprodukte zu komplex sind, als daß ein Einzelner sie herstellen könnte - eine Computerproduktion, eine Pharmazie, ein Fahrzeugbau die darauf angewiesen wären, daß ein Einzelner alle Bestandteile kontrolliert, wäre primitiv, wenn nicht gar unmöglich, und sie würde sich nur im Zeitlupentempo, über Generationen hinweg entwickeln, so wie einst das Handwerk. Warum glauben wir, unsere Kulturwissenschaften, Philosophien usw. auf die Komplexität, Entwicklungsgeschwindigkeit und Breite eines Handwerksberufs beschränken zu müssen?

...und weide mich auf grüner Aue

Andererseits: Warum erfüllt mich die Entwicklung von kollaborativen Medien hin zum Meta-Geist mit solcher Begeisterung? Ich finde mich beseelt von der Hoffnung, daß die neuen Geister nicht nur intelligenter sein werden als die überwiegende Mehrheit der Individuen im Netz, mich ganz besonders eingeschlossen, sondern daß sie auch weiser und kreativer sein werden. - Was die Kreativität betrifft, so besteht wenig Grund, zu bezweifeln, daß die kombinierten und geschickt zur Interaktion gebrachten Geister von vielen Individuen produktiver sein werden als die Individuen allein, das ist schließlich das Grundprinzip menschlicher Kultur. Das heißt natürlich nicht, daß jede beliebe Konfiguration, in die man Individuen bringt, ein kollektives Geistesblitzen betriebfedert. Und in noch stärkerem Maße gilt das für die über einem Kollaborativitätssystem emergente Urteilskraft - die ethischen Triebkräfte eines Meta-Cortex sind direkte Folge seiner Verdrahtung, genauer, der Art und Weise, in der die Verhaltensweisen der beteiligten Individuen zum Ineinanderwirken gebracht werden.

... Something that will finally afford us, as individuals and a species, a kind of certainty in Time. Something that will bring absolute judgment after all the generations. Something that will relieve each individual of the burden of being good. (Douglas Rushkoff)

Anfänge sind glorios, und jammervoll

Aber spricht nicht gerade der durch medial vernetzte Massenkultur geprägte Verfall von Journalismus, Popmusik, Erzählkino gegen die Idee, daß Kollaboration zu etwas anderem führen kann als zum Sieg des Durchschnitts über die Originalität? - Ich glaube, daß die postpostmoderne Massenkultur nicht daran krankt, daß zuviele sich an ihr aktiv beteiligten und dadurch die Chance auf Optimierung der Resultate in Reibungsverlusten oder Durchschnittsbildung verlorengeht. Diese Kultur ist im Gegenteil der Ausdruck einer gnadenlosen Optimierung, mit dem Ziel einer Maximierung des ökonomischen Potentials durch Verbreiterung der Zielgruppen. Nichts spricht dagegen, daß es auch andere Optimierungsprinzipien geben könnte.

I'm troubled by American Idol and the increasingly pandering New York Times as much as anyone, but I don't blame collaboration or techno-utopianism for their ills. In these cases, we're not watching the rise of some new dangerous form of digital populism, but the replacement of key components of a cultural ecology — music and journalism — by the priorities of consumer capitalism. (Douglas Rushkoff)
Because of cost constraints and organizational and legal adaptations in the last 150 years, our information, knowledge, and cultural production system has taken on an industrial form, to the exclusion of social and peer-production. Britney Spears and American Idol are the apotheosis of that industrial information economy, not of the emerging networked information economy. (Yochai Benkler)

Davon abgesehen: Wikipedias Probleme sind meist nicht das Resultat von Problemen, die sich aus demokratischen Abstimmungsprozessen ergeben. Es ist nicht eine Mehrheit der Wikipedianer, die Lanier zum Filmemacher stempelt, sondern lediglich eines oder ein paar unwissende und sozial unbegabte Individuen tun das. Das Problem der gegenwärtigen Wikipedia-Architektur ist darin bedingt, daß in Konflikten zwischen Standpunkten und Formulierungen kein wirksamer Mediationsmechanismus greift. Aus diesem Grund ist Wipipedia auch kaum dazu geeignet, neue Theorien zu entwickeln: wo letztlich nur das NPOV-Prinzip ("Non-Point-of-View", durch Quellenangaben dokumentierte Objektivität) als Ultima Ratio recht oder schlecht seinen Dienst vertritt, kann über Kreativität, Originalität oder gar Geschmack nicht effektiv gestritten werden, Wikipedia eignet sich bislang im Grunde nur für die stilistisch anspruchslose (und kurze) Widergabe von Sachthemen, über die ein hinreichender Konsens besteht.

The "crowd" does not keep acclaiming Mr. Lanier's skills behind the camera; one or more people do. Even in a healthy financial market, everybody's favorite collective mind, there is plenty of mispricing. (Quentin Hardy)

Das heißt jedoch nicht, daß Wikipedia der letzte Schluß in kollaborativer Interaktion ist - es gibt inzwischen zahlreiche Modelle für Meritokratien (Hierarchische soziale Strukturen, in denen Macht aufgrund durch positiv bewertete inhaltliche Tätigkeit erworbenen Ansehens verliehen wird); Amazon-Reviews, Shop-Bewertungssysteme, selbst die Ebay-Bewertung etablieren ein (meist einfaches, aber effektives) System von Checks und Balances, um Vertrauenswürdigkeit und/oder möglichen Einfluß von Individuen zu bestimmen.

Take a look at any of these online functioning collective intelligences — from eBay to Slashdot — and you'll soon get a sense of who has gained status and influence. And in most cases, these reputations have been won through a process much closer to meritocracy, and through a fairer set of filters, than the ones through which we earn our graduate degrees. (Douglas Rushkoff)

Die neuen Trends digitalisieren historische, soziale und biologische Programme

Wie also müssen die neuen Systemstrukturen aussehen? Vielleicht sollten wir uns diejenigen Organisationsformen anschauen, die wir bereits über Jahrhunderte entwickelt und optimiert haben. Die existierenden Hierarchien von Akademien, Kirchen, Regierungen und Firmen etablieren zahlreiche interessante Prinzipien: Low-Pass-Filter, die allzu rasche, unkoordinierte Fehlschüsse vermeiden und Oszillationen reduzieren, Meritokratien, die Einfluß mit Fähigkeiten korrellieren, Evaluations- und Adaptionsmechanismen. Wir sollten uns auch etablierte Prozesse anschauen: Die Entwicklung einer Szene im Improvisationstheater, das Schreiben eines Buches, die Konzeptualisierung eines Produkts, die Fortentwicklung einer Transportmethode, die Genese einer Wissenschaft. All diese Prozesse wollen so adaptiert werden, daß sie durch vielfach intensivierte Kommunikation und effizientere Repräsentation einem Zeitraffer und einem Komplexitätsschub unterworfen werden können. Und schließlich: Laßt uns betrachten, wie die Entwicklung einer Idee im Geist eines Einzelnen funktioniert, laßt uns untersuchen, gezielter Wissenserwerb, Exploration, Kreativität, Kritik, Integration und Evaluation dazu führen, daß ein Einzelner eine Lösung, eine Geschichte, eine Theorie erfindet. Und dann laßt uns diese Prozesse auf viele Individuen verteilen, indem wir die zuvor interne Kommunikation und Mediation externalisieren.

We do not meander about in the intellectual equivalent of Brownian motion. We cluster around topics we care about. We find people who care about similar issues. We talk. We link. (Yochai Benkler)

Ist Kollaboration immer dezentralisiert? - In den Beispielen, die ich bisher gegeben habe, ist das oft der Fall, aber gelegentlich formieren sich temporäre oder andauernde Zentren. Manchmal haben diese Zentren inhaltliche, manchmal strukturierende Funktionen, gelegentlich bestehen sie aus Individuen, in der Regel aus Gruppen einander organisatorisch verbundener Individuen. Diese Zentren bestehen aber im Allgemeinen nicht aus von vornherein definierten "Gründungsvätern": sie sind nicht von vorherein vorgegeben, sondern entwickeln sich parallel zu den Fragestellungen, und neuen Strategien der Beantwortung dieser Fragestellungen. Die Struktur, z.B. die Kirche oder Universität oder Regierungsform definiert Methoden zur Bildung, zur Fluktuation und zur Erneuerung dieser Zentren - sie ordnet Individuen und Gruppen Rollen zu.

Organisationsprizipien

Die Strukturen des Hiveminds müssen nicht nur Interaktion ermöglichen und Möglichkeiten des Individuums vergrößern - mindestens ebensowichtig ist die Beschränkung störender Dynamiken. Die Entscheidungsstrukturen dürfen nicht durch inhaltsferne Interessen korrumpiert werden, durch disfunktionale Gruppen und Individuen okkupiert werden oder durch allzu starke Reibungsverluste, wie sie aus sozialen Konflikten und Interfaceprobleme entstehen, beeinträchtigt werden.
Vor allem jedoch: Kein Hivemind wird funktionieren, ohne daß die beteiligten Individuen motiviert sind. Die wichtigste Voraussetzung eines aus vielen Einzelnen bestehenden Organisationssystems besteht darin, diesen Einzelnen einen Grund zur Beteiligung zu geben. Für heutige wissens- und kulturorientierte Interaktionssysteme gehören zu den Motivationskriterien die Erhaltung und Anerkennung der Individualität, sichtbare Resultate in Form von Inhalten und natürlich befriedigende soziale Interaktionen. Der Hive-Mind muß das Individuum nähren, so wie ein Hirn seine Neuronen nährt und hätschelt, die Kirche ihre Bischöfe und Schäfchen, die Universität ihre Dozenten und Studenten. Das Individuum muß umgekehrt zur Funktionalität des Meta-Geistes beitragen, oder zumindestens seine Kreise nicht stören.

Klumpenbildung vermeiden

Ein funktionierender Hive-Mind wird ebensowenig einfach eine große Gruppe kommunizierender Individuen sein wie ein Gehirn einfach einen großen Klumpen feuernder Neuronen darstellt. It's the structure, stupid! - Anders ausgedrückt: einerseits muß eine kreative und produktive kollaborative Struktur über ein System von Checks und Balances verfügen, das zu ihrer Organisation/Selbstorganisation führt. Wenn man sich existierende Organisationen anschaut, dann sind ferner die Tendenzen zur temporären oder permanenten Modularisierung fällig - verschiedene Individuen und Gruppen finden mögliche, sorgfältig differenzierte Rollen vor, oder sie schaffen neue, und füllen sie dann aus.
Die Strukturen erfolgreicher Organisationen - Akademien und Kirchen, Verlage und Galerien, Familien, Freundeskreise und Gesellschaften sind sowohl Fessel wie auch Futterkrippe, sie stellen den Sieg der Maschine über das Individuum dar, und sind gleichzeitig die Voraussetzungen für alle Kulturleistungen, die über infantile Individualität hinausgehen, indem sie Mem und Material, Normativität und Nahrung zur Verfügung stellen.

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