Argument Mapping
Kollaborative Kreativität basiert zu einem großen Teil auf der Auflösung von Konflikten. Dies kann entweder durch soziale Mechanismen geschehen (man macht einander Zugeständnisse, um vom anderen ebenfalls welche erwarten zu können), oder durch inhaltsbezogene. Das letztere Verfahren ist nach Möglichkeit zu bevorzugen, weil das erstere die Ergebnisse auf einen Kompromiß zwischen den Fähigkeiten und Interessen der Beitragenden begrenzt, während über die Fähigkeiten des Einzelnen hinausreichen kann.
Konfliktlösung in Argumentationssituationen ist ein Gebiet, auf dem viel Forschung betrieben wurde. Ein guter Startpunkt findet sich bei Austhink. Wer die Liste logischer Argumentationsfehler in den Fallacy-Files im Hinterkopf hat, kann sich viele demagogisch beeinflußte Streitereien ersparen.
ReasonAble stellt anhand von zwei Powerpoint-Beispielen eine Applikation vor, die halbautomisches strukturiertes Argumentieren unterstützt. Dieses Prinzip könnte sehr interessant sein, wenn man es auf eine Netz-Anwendung überträgt.
Leider ist die Präsentation mehr zum Evaluieren von Argumenten als zum Konsumieren einer Gedankenkette geeignet.
Robert Horn ist nicht nur eine Autorität auf dem Gebiet des Argument Mapping, sondern auch ein Visionär der Präsentation. Er hat erkannt, daß Powerpoint nicht unbedingt der Name einer Kommunikationszerrüttungskrankheit ist, sondern ein Paradigma, bei dem gesprochene Sprache auf profunde Weise um visuelle Elemente erweitert wird, um ihre Ausdrucksfähigkeit zu erhöhen. Seine Homepage illustriert, wie komplexe Themen durch Information Mapping und strukturierte Argumentationspräsentation aufgeschlüsselt werden können.
Konfliktlösung in Argumentationssituationen ist ein Gebiet, auf dem viel Forschung betrieben wurde. Ein guter Startpunkt findet sich bei Austhink. Wer die Liste logischer Argumentationsfehler in den Fallacy-Files im Hinterkopf hat, kann sich viele demagogisch beeinflußte Streitereien ersparen.
ReasonAble stellt anhand von zwei Powerpoint-Beispielen eine Applikation vor, die halbautomisches strukturiertes Argumentieren unterstützt. Dieses Prinzip könnte sehr interessant sein, wenn man es auf eine Netz-Anwendung überträgt.
Leider ist die Präsentation mehr zum Evaluieren von Argumenten als zum Konsumieren einer Gedankenkette geeignet.
Robert Horn ist nicht nur eine Autorität auf dem Gebiet des Argument Mapping, sondern auch ein Visionär der Präsentation. Er hat erkannt, daß Powerpoint nicht unbedingt der Name einer Kommunikationszerrüttungskrankheit ist, sondern ein Paradigma, bei dem gesprochene Sprache auf profunde Weise um visuelle Elemente erweitert wird, um ihre Ausdrucksfähigkeit zu erhöhen. Seine Homepage illustriert, wie komplexe Themen durch Information Mapping und strukturierte Argumentationspräsentation aufgeschlüsselt werden können.
gruber - 16. Dez, 17:51

Zwei Anmerkungen
2. Die Wortschöpfung "Kollaborative Kreativität" ist unschön, weil das erste Wort im Deutschen so eine negative Nebenbedeutung hat. Überhaupt ärgert mich die automatische Übernahme von Anglizismen ins Deutsche. Man begibt sich damit der Chance, durch intensives Nachdenken darüber, welches Wort im Deutschen der aktuellen Bedeutung am Nächsten kommt, neue Einsichten zu gewinnen. Hier wünsche ich mir etwas von dem französischen Starrsinn. Das Deutsche war mal eine bedeutende Wissenschaftssprache. Wenn man gedankenlos Alles aus dem Englischen übernimmt, dann zementiert man den Selektionsvorteil der englischen Muttersprachler auf Dauer.
Meine Vorschläge:
kollaborative Kreativität - gemeinsame Kreativität
mind map - Gedankenskizze
argument map - Argumentenskizze (oder ~abbildung oder ~übersicht)
Mapping ist jeweils der dazugehörende Vorgang.
Sprachpflege
"Gemeinsame Kreativität" wäre nach üblicher Übersetzung joint creativity; das ist etwas anderes. Es bezeichnet nicht zwingend Verschränkung, sondern eher eine Gleichzeitigkeit im selben Raum. "Kollaboration" ist aber tatsächlich ungetümlich, da hast Du ganz recht.
Mind Map ist inzwischen geläufig. Eine Skizze ist auch etwas anderes als eine Aufschlüsselung, wie sie mit dem Wort "Map" impliziert wird.