Überraschende Argumentationsstrategien

Gestern im Seminar: wir debattierten die computationale Theorie des Geistes und fragten uns, welche Parallelen in ihrer Ablehnung zum Umgang mit der Evolutionstheorie bestehen: sowohl in der Motivation ihrer Ablehnung (Entzug der Grundlage für bestimmte kulturelle Werte) als auch in den Argumentationsstrategien.

"Welche Argumente sprechen gegen die computationale Theorie des Geistes?" - "Wie lassen sich diese Argumente erkenntnistheoretisch aufrechterhalten?" - Spannende Fragen!
"In den USA hängt eine Mehrheit dem Kreationismus an. Wie schaffen diese Leute es, sich argumentativ gegen die Evolutionstheorie zur Wehr zu setzen?" - Eine Weile fliegen Vorschläge durch die Luft, die sofort mit den bekannten Gegenargumenten entkräftet werden: "Missing Links", empirische Beobachtbarkeit, irreduzible Komplexität. Schließlich meldet sich eine amerikanische Studentin zu Wort: "You know, all my family are creationists. They don't need these arguments. They would never feel a need to get down to arguments. It's that simple: you disagree, they slap you."

Wow. Das hatte ich total vergessen - aber es stimmt. So funktioniert Diskurs außerhalb des Elfenbeinturms...

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