Er ist der Sokrates des 21. Jahrhundert und will zum Scherlingsbecher greifen. Lebe wohl.
Warum (anonym) - 27. Aug, 02:43
Warum?
Es gibt keinen Christenstaat.
Es gibt keinen Muslimstaat.
Amerika ist groß.
Warum gibt es eine Judenstaat?
Stop NAZIonism!
gruber - 27. Aug, 23:12
Weil...
...das Judentum zwar eine Religion ist, die Juden jedoch ein Volk sind - im Gegensatz zu den Christen und den Moslems. Das Judentum ist auch nicht Staatsreligion - ebensowenig wie das Christentum in Deutschland Staatsreligion ist, und anders als im Iran der Islam Staatsreligion ist. Um jüdisch zu sein, ist es theoretisch notwendig, eine jüdische Mutter zu haben; für die israelische Staatsbürgerschaft ist jedoch auch ein jüdischer Vater hinreichend. Natürlich gibt es auch nichtjüdische Israelis.
Israel ist nicht das einzige Land, bei dem die Zugehörigkeit über "Blut" bestimmt wird - für Deutschland ist das auch so. Zu Zeiten des biblischen König David haben die Juden Palästina schon einmal erobert - danach gab es für mehrere Generationen ein jüdisches Königreich. Dieses Reich wurde dann jedoch abwechselnd von Römern, Osmanen und Kreuzzüglern erobert; ein Teil der Juden blieb dort leben und ein anderer wurde über die Welt verstreut. Besonders in Europa waren die Juden jedoch Diskriminierung und sogar Verfolgung ausgesetzt (siehe: Antisemitismus). Das gab der Idee, ein eigenes jüdisches Heimatland zu erlangen (Zionismus) starken Auftrieb. Die zionistische Bewegung faßte eine ganze Reihe von möglichen Weltgegenden ins Auge. Dass die Fraktion der Zionisten, die sich für ein "biblisches" Israel stark machte, sich durchsetzte, lag u.a. daran, dass die Briten ihre Nahostkolonien sowieso nicht halten konnten, und die westlich dominierten Vereinten Nationen unter dem Eindruck der entsetzlichen Verbrechen der Deutschen an den Juden einer jüdischen Staatsgründung (gegen den Widerstand vieler arabischer Staaten) zustimmten.
Auch wenn man zugesteht, dass die Zionisten die Gründung teilweise mit Terrorakten gegen die Briten und die arabische Bevölkerung vorantrieben und in der letzteren auch späterhin viel Unrecht widerfuhr, kann man die Idee der völkischen Überlegenheit, die von den Nazis propagiert wurde, und den Zionismus auf keinem Fall gleichsetzen. Die Nazis sahen sich als Führung einer zur Weltherrschaft ausersehenen Rasse und brachten im Namen dieser Idee letztlich ca. 50 Millionen Menschen um (mehr als 10% davon Juden). Selbst die fragwürdigsten Aktionen der israelischen Regierungen (einschließlich der Vertreibungen, der Besatzung, den Annexionen, der politischen Morde und des Genozids von Sabra und Shatila) lassen sich in Absicht und Umfang damit absolut nicht vergleichen (was für den einzelnen Ermordeten natürlich keinen Unterschied macht).
Er ist der Sokrates des 21. Jahrhundert und will zum Scherlingsbecher greifen. Lebe wohl.
Warum?
Es gibt keinen Muslimstaat.
Amerika ist groß.
Warum gibt es eine Judenstaat?
Stop NAZIonism!
Weil...
Israel ist nicht das einzige Land, bei dem die Zugehörigkeit über "Blut" bestimmt wird - für Deutschland ist das auch so. Zu Zeiten des biblischen König David haben die Juden Palästina schon einmal erobert - danach gab es für mehrere Generationen ein jüdisches Königreich. Dieses Reich wurde dann jedoch abwechselnd von Römern, Osmanen und Kreuzzüglern erobert; ein Teil der Juden blieb dort leben und ein anderer wurde über die Welt verstreut. Besonders in Europa waren die Juden jedoch Diskriminierung und sogar Verfolgung ausgesetzt (siehe: Antisemitismus). Das gab der Idee, ein eigenes jüdisches Heimatland zu erlangen (Zionismus) starken Auftrieb. Die zionistische Bewegung faßte eine ganze Reihe von möglichen Weltgegenden ins Auge. Dass die Fraktion der Zionisten, die sich für ein "biblisches" Israel stark machte, sich durchsetzte, lag u.a. daran, dass die Briten ihre Nahostkolonien sowieso nicht halten konnten, und die westlich dominierten Vereinten Nationen unter dem Eindruck der entsetzlichen Verbrechen der Deutschen an den Juden einer jüdischen Staatsgründung (gegen den Widerstand vieler arabischer Staaten) zustimmten.
Auch wenn man zugesteht, dass die Zionisten die Gründung teilweise mit Terrorakten gegen die Briten und die arabische Bevölkerung vorantrieben und in der letzteren auch späterhin viel Unrecht widerfuhr, kann man die Idee der völkischen Überlegenheit, die von den Nazis propagiert wurde, und den Zionismus auf keinem Fall gleichsetzen. Die Nazis sahen sich als Führung einer zur Weltherrschaft ausersehenen Rasse und brachten im Namen dieser Idee letztlich ca. 50 Millionen Menschen um (mehr als 10% davon Juden). Selbst die fragwürdigsten Aktionen der israelischen Regierungen (einschließlich der Vertreibungen, der Besatzung, den Annexionen, der politischen Morde und des Genozids von Sabra und Shatila) lassen sich in Absicht und Umfang damit absolut nicht vergleichen (was für den einzelnen Ermordeten natürlich keinen Unterschied macht).